Gokart: Rauchen aufhören

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Ich weiss, dass Rauchen schädlich ist. Und ich wollte auch aufhören. Wie Viele ferne Geburtstage, Jahreswechsel, Urlaube hielten für den lang geplanten optimalen Absprung her? Gibt genug Gründe mal keine zu rauchen - aber bevor ich das zuende denke - ist sie da die Ablenkung – schnell eine anzünden - den Gewinner Zigarette verehren - keinen Krieg anzetteln. Gut so.

So eine Zigarette find ich beruhigend. Ein bisschen Zeit mitbringen und Zigaretten haben. Sicherlich ihr Geld wert, aber frag mich nicht was so schön dran sein soll.

So wars jahrelang. Bis mir irgendwann im Kampf Fahrrad gegen Wind die Kräfte ausgingen. Darf ich vorstellen "lahmes Lämmchen". Realität, ich will den verrauchten Schleier los werden. Ich will kämpfen, für ein neues Leben.

Liege hier allein auf meiner Decke unweit der Stadtgrenze. Erblicke ein einziges Panorama mit schönen Obstwiesen und Bergen. Einen nebligen Schleier Dunst atme ich ein. Höre mich an der Natur satt - statt Motoren. Rieche den Hauch der zufliegenden Düfte von der bunten Wiese.

Indianer benutzten Tabak lange vor uns. Bei bestimmten Ritualen wurde es bei manchen Stämmen geraucht und geteilt. Schade, dass ich meilenweit davon entfernt bin, mir vorzustellen, was sie am Tabak schätzten, vielleicht vergesse ich, dass sie nicht süchtig waren. Kenne nicht mal den Duft der Blumenwiese richtig. Die Brise Natur, Frühling und Co., waren einfach langsamer als der Rauch im Mund.

Der Kind des Rauches sorgte stets für Mittel für sein Wohlbefinden. Wohlbefinden ist ihm wichtig, die ganzen Stoffe, die in sein Körper pfeifen, egal. Es geht ums Ganze. Für ihn ist Haben, wichtiger als Sein.

Ich habe den Wind aber immer geliebt, wie ein Kind des Windes. Dem Kind des Windes schwebten andere Dinge vor:

  • besser riechen
  • Frei für Hobbys statt Rauchen
  • keine Zigaretten holen müssen
  • halbe Arbeitstunde mehr haben für das Zigarettengeld
  • keine Nervosität bei leer werdenden Schachteln
  • nicht nach überfälligen Kippen hächeln

Unbegreiflich: Ein Raucher will aufhören. Er wüsste 100 gute Gründe gegen Rauchen. Doch wenn die Suchtgefühle kommen, ist die Willenskraft gelinkt und weggefegt.

Stelle vor, die Sucht

Diese Schlachten führten aber nie zum Krieg. Vor der Schlacht wurde die rechte Atmosphäre vermittelt, in der für Aufhören keine Luft bleibt:

Der neue nichtrauchende Ich blieb nicht lang sein Freund. Ungemerkt, aber bemerkenswert geschickt, stellt sich die Sucht vor die Hoffnung: hey man! hör lieber morgen auf! In dieser schönen Bar wird Tabak dein bester Freund. Wie ein Filmstar, würde er dir selbst als angeschossenen Soldat im Schützengraben eine anbieten.

Die Sucht ist stark, vielleicht kann am schönsten Tag, eine leer werdende Schachtel, alles verdunkeln. Wo ist das Kleingeld? Ist die Nichtraucher/in-Idee nicht total blöd? Kann Kaffee ohne "es" im Aschenbecher schmecken? Kann man ein Bier ohne Zigarette trinken? Sollte das Auto nicht verqualmt sein? Die Suchtgefühle bauschen sich auf.

Verstand erhebe die Hände! Du kannst später wieder! All die Gründe, eben noch hochgehalten, verstummten wehrlos. Der Druck am Zigarettenautomat war ein erlösender Klax, die Versprechen und die Gründe niedergemetzelt. Wir kennen das: Ich komm davon weg, aber bitte nicht heute.

Willkommen im Kreis. Es gibt keine Aufhörzigarette, sie waren alle Anfangzigaretten. Warum stand das nicht auf Schachtel Nummer Eins. Nur das Aufhören wird immer schwieriger. Es ist nicht ihr Geschmack, sondern nur Angst vor der Unterdosis, die das Anzünden so anregt. Sämtliche Unzufriedenheit mit Glimmstängel wurde nie weiter verfolgt! Doch wer kann behaupten, OHNE wäre es nicht so schön? Wer hat es ausprobiert? Die Sucht lud zu einer Zigarette zum Nachdenken vom Nachdenken ein.

Der Raucher hat neben allen Aufhörgedanken eine gesunde Angst auf zu hören. Warum heisst der Titel Aufhören? Warum nicht Stoppen? Klingt fürchterlich abrupt und so unbestechlich. Sollte Aufhören nicht eher ein Prozess sein? Mit weichen Knien lässt sich nicht stoppen.

Hilft es vielleicht, die Angst näher ran zu lassen:

Ängste am Werk?

Die letzte Zigarette bleibt langfristig ein Thema. Ängste vor Gesundheitsschäden helfen wohl kaum. Manche in der Raucherecke des Krankenhaus, kommen gerade von der Raucherbeinabnahme. Die Angst ohne Kippen dazustehen ist das Monster. Man ist im Spinnennetz und sieht die gierige Spinne nicht.

Du willst die lieben Ängste raus bitten, aber du weisst, die Angst fragt nicht, wann sie wieder gehen darf. Davonlaufen zwecklos! Die Suchtgefühle kommen hinterher.

Im Moment, in dem du wegkommen willst, gibt es keine Entzugserscheinungen. Doch der Drache reißt sich um seinen Lebensunterhalt und Feuer. Er wird ab Tag X alles in Bewegung setzen. Du schaust nur noch zu, wie alles schief läuft. Daheim, im Büro, auf der Baustelle überall. Volle Breitseite. Die innere Pressestelle rührt bereits die Werbetrommel für Zigaretten als dringende Schutz-Injektion.

Die letzte Dosis wackelt, die Zweifel sprießen, plötzlich bricht der Boden unter den Füßen weg, ohne Zigarette stürzt du eiskalt ab. Halt dich an der Sucht sonst verglühst du da unten. Mit der Dosis wird das heute kein Problem!

Lass mich vorbei

Hier schafft die Angst Probleme, die noch nicht mal da sind.

Schau dich um! Wie sieht der Drachen denn aus! So bedrohend, schrecklich und übermächtig er auch sein mag: "Davon laufen" war immer falsch - sonst wäre er nicht da.

Geh zu ihm hin! Sag ihm ruhig, dass er und seine Sucht weniger Realität ist, als deine Träume. "Komm doch", "Spei dein volles Feuer auf mich - darf ich dich anfassen? Bin gespannt ob deine Drohungen echt sind - zeig was du kannst".

Du brauchst nicht nach unten schauen, du fällst in kein Loch. Schau mal nach vorn eine neue Welt.

Und wenn es durch die Hölle geht, in diesem Drama wirst du allein entscheiden, ob der Drache am Ende deine Furcht erbeisst. Oder ob es ein einzigartiges Schaustück ist.

Es liegt an dir

Schön, wenn du meinst du kannst das auch, doch das wird heute nicht zählen. Nur ob du es machst. So lange du es willst bist du stark. Doch hüte dich vor jedem Zweifel, sofort steht das Wollen im Schatten. Hake sie so gleichgültig ab wie sie dich, als du übers Aufhören nachdenken wolltest.

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